Expertentipp WWP

Studio 44 hat mit der Agentur Weirather-Wenzel & Partner (WWP) gesprochen und interessante Aspekte für die Zusammenarbeit mit Spitzensportlern in Erfahrung gebracht.
Sie arbeiten seit Jahren mit verschiedenen Markenunternehmen und Spitzensportlern zusammen. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie welche Unternehmen/Marken mit welchen Spitzensportlern zusammenpassen und Synergien finden können?

Der Prozess beginnt mit einer Markenwelt- und Imageanalyse sowie einer Zielgruppenanalyse – die Frage ist, welche Zielgruppe man mit einem Testimonial ansprechen möchte und welche Ziele man generell für die Marke erreichen möchte.
Alle Analysen helfen aber nicht, wenn Marke und Sympathiewert des Sportlers nicht zusammenstimmen.


Wann ist ein Sportler/ein Team als Testimonial geeignet?

Wenn die Kriterien Erfolg, Glaubwürdigkeit, Bekanntheit und Image passen und sich daraus ein Markenfit ergibt.

Welche Rechte und Pflichten gibt es zwischen den Vertragspartner oder anders gesprochen, was sind die Do’s and Dont’s einer erfolgreichen Zusammenarbeit?

Alles basiert auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit – in unserem Geschäft gibt es tatsächlich auch noch echte Handschlagqualität.

Was macht Sport-Kooperationen einzigartig? Welche Imagearbeit leistet die Unterstützung/Zusammenarbeit mit Sportlern, die andere Werbeformen nicht erreichen könnten?

Die Einzigartigkeit ergibt sich dadurch, dass Emotionen geweckt werden – durch die Authentizität der Sportler-Markenpartnerschaft erreicht diese Werbeform den Endkonsumenten in seiner emotionalen Wahrnehmung.

Die Zusammenarbeit mit einzelnen Personen birgt immer auch ein grösseres Risiko, das liegt in der Natur der Sache. Gibt es dasselbe Risiko auch bei der Zusammenarbeit mit einem ganzen Team oder gibt es gänzlich anders gelagerte Risiken?

Natürlich ist in einem Team das Risiko anders verteilt, dennoch kann auch ein Team eine schlechte Gesamtleistung erbringen, wenn die Einzelleistungen von Stars im Team nicht stimmen. Eine sinnvolle Alternative kann aus Sponsorensicht deshalb Eventsponsoring sein – dort gibt es immer einen Sieger unabhängig von Einzelsportler- oder Teamleistungen – bestes Beispiel sind die Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel: unabhängig davon, ob Didier Cuche die Abfahrt gewinnt, ist das Eventsponsoring für unsere Partner ein umfassender Erfolg.

Wie wichtig ist der sportliche Erfolg des Teams/eines Sportlers für den Erfolg der Werbekampagne? Oder anders gesprochen: Wenn ein Team unter Kritik steht und wenige oder keine sportlichen Erfolge vorweisen kann oder sogar in Skandale verwickelt wird, wie schnell ist das für eine Marke von Nachteil? Welche Indizien beobachten Sie um zu entscheiden ob die Kampagne positiv für die Marke ist bzw. gibt es ein „worst-case“-Szenario bei dem eine Kampagne abgebrochen werden würde und es zu einer sofortigen Beendigung der Zusammenarbeit käme?

 

Um die Kampagne abzubrechen, müsste etwas sehr dramatisches vorfallen. Üblicherweise verlieren Testimonials nicht schlagartig alle Sympathiewerte oder ihre Glaubwürdigkeit gegenüber dem Publikum. Sollte es trotz aller Vorsicht dazu kommen, ist das die Frage der Vertragssituation und der Schadensbegrenzung immer eine Individuelle und kann nur so behandelt werden – dazu gibt es keine allgemein gültige Richtlinie.


Studio 44 bedankt sich für das Gespräch

Die Agentur Weirather-Wenzel & Partner wurde 1987 von Ex-Schirennläufer Harti Weirather und seiner Frau, Skistar Hanni Wenzel-Weirather gegründet. WWP ist seit über 20 Jahren fest im Sportbusiness verankert. WWP versteht sich als professioneller Partner in der Sportkommunikationsbranche und ist eine weltweit präsente Sportvermarktungsagentur, die als Mittler und Berater, als kreative Ideenschmiede und umsetzender Dienstleister auf der Plattform Sport für seine Kunden aktiv ist. Die WWP Group umfasst 70 feste Mitarbeiter und 100 Freelancer in 6 europäischen Standorten. Mehr Informationen unter: www.wwp-group.com
 


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